Wie kann ich das Selbstwertgefühl meines Kindes stärken?
Wie kann ich das Selbstwertgefühl & auch das Selbstbewusstsein meines Kindes stärken?
Es gibt nicht nur (m)einen Weg
Ich unterstütze mein Kind, ohne bestimmte Resultate zu erwarten. Nichts ist so verletzend für das Kind, wenn ich sage:
“Ich hab es dir doch gesagt, dass es so nicht klappen wird!”.
So nehmen wir ihm die Experimentierfreude. Ich nehme die Folgen neutral auf und reagiere liebevoll auf den Frust meines Kindes. Ich lasse mich von diesem Leitsatz tragen:
“Ich sehe das anders, aber ich freue mich, wenn du deinen eigenen Weg gehst.”
Ja, ich weiß, es ist schwer unsere festgelegten Meinungen loszulassen. Oft denken wir genervt:
“Da haben wir den Salat, hätte mein Kind es doch so gemacht, wie ich es ihm gesagt hab!”
Doch wenn wir es schaffen uns davon zu lösen, eröffnen sich ganz neue Wachstumschancen für meine Kinder und auch für mich.
“DANKE” anstatt Kritik
Ich zeige Dankbarkeit, statt das Tun meines Kindes zu bewerten. Wenn mein Kind für mich Müsli macht, freue ich mich lieber, anstatt zu kritisieren, dass das es zu viel oder nicht richtig ist.
Für unsere Kinder ist es so bereichernd, wenn sie für uns etwas tun können. Machen wir es ihnen nicht kaputt!
Erwartungshaltungen loslassen
Ich lasse alle Pläne für mein Kindlos. Erwartungen auszusprechen bewirkt nur, dass sich unser Kind unfähig fühlt, vor allem wenn es sich zwingt, meinen Erwartungen zu entsprechen.
Kinder wollen ihren Eltern gefallen, sie verbiegen sich wahrhaft für sie. Ich lenke mein Kind nicht mehr, in eine von mir gewünschte Richtung. Meine Freude über mein Kind (wie es ist und wie es die Dinge sieht) trägt viel eher zu seinem natürlichen Wachstum bei.
Mein Kind ist nicht geboren um meine Erwartungen zu erfüllen. Alles was mein Kind werden soll, ist es selbst. Ersparen wir unseren Kindern, dass sie sich mit 30 Jahren auf die Suche nach sich selbst machen müssen.
…Nein, nein, nein …
Wenn mein Kind mit mir spricht oder eine Entscheidung trifft, lehne ich nicht sofort alles ab.
Das Kind zweifelt sonst an seinen Entscheidungen und denkt, dass es falsch ist. Auch wenn ich meinem Kind den Wunsch nicht erfüllen will, verdient es, dass ich darüber nachdenke. Wenn sich daraus ein authentisches “Nein” ergibt, begründe ich meine Entscheidung.
Keine Vergleiche
Ich vergleiche meine Kinder nicht mit anderen Kindern oder untereinander.
Das wäre so, als ob man einen Hund, ein Eichhörnchen und ein Nashorn auf einen Baum klettern ließe. Und dann alle Tiere, die es nicht schaffen, als unfähig erklärt.
Klar ist das Eichhörnchen der Gewinner, doch der Hund kann besser riechen als die anderen und das Nashorn ist das Stärkste von den Tieren.
Dieser Wettbewerb, der aus Vergleichen entsteht, erzeugt Angst vorm Verlieren. Der Vergleich mit anderen ist (auch als Erwachsener) ein Nährboden für Minderwertigkeitsgefühle.
Jedes Kind ist einzigartig und hat seine eigenen besonderen Fähigkeiten.
Verantwortung zurückgeben
Ich gebe meinem Kind so viel Verantwortung wie es tragen kann. Denn das vermittelt ihm das Gefühl, sich auf sich selbst verlassen zu können. Wenn ich dagegen alles für es aussuche, vorschlage was es tun soll, ihm sage wann es müde ist, ihm sage wann es satt ist, dann fühlt sich das Kind schnell unfähig für sich selbst zu sorgen.
Zuhören
Meinem Kind höre ich aufmerksam zu, ich schätze den Ausdruck seiner Gefühle. Diese Erfahrung erfüllt mein Kind mit Selbstwertgefühl, weil ich es so annehme wie es ist. Ich höre lieber meinem Kind zu, als auf gutgemeinte Ratschläge von Freunden und Verwandten!
So können wir auch mit unseren inneren Kindern umgehen…
Sei liebevoll mit dir…und deinen inneren Kindern.