Samhain
Samhain ist eines unserer europäischen, indigenen Jahreskreisfeste, es wurde durch einige Einflüsse aus verschiedenen Richtungen verfälscht. Wir feiern Samhain als Fest für unsere Ahnen vom 31.10. auf den 1.11. oder am Novembervollmond! Die nebligen Schleier zwischen unserer und der jenseitigen Welt sind in dieser Zeit sehr dünn und durchlässig! Eine Kontaktaufnahme mit Verstorbenen ist jetzt einfacher möglich, sei dies im Traum oder in Form einer schamanischen Reise.
Unsere Vorfahren gedachten an Samhain ihrer Ahnen und generell den Verstorbenen. Häufig wurde an diesem Tag für die Verstorbenen ein extra Gedeck aufgetischt, damit sie am gemeinsamen Essen teilhaben konnten. Es war auch brauch den Ahnen einen Teller mit Leckereien nach draußen zu stellen, um ihnen zu gedenken. Ein verfälschtes Überbleibsel mit den Leckereien, können wir in der heutigen Form des Helloween feierns erkennen.
Du bist der Repräsentant deiner Ahnenlinie, ohne diese könntest du heute nicht in deiner ganz individuellen Art hier sein. Jeder deiner Ahnen gab dir das mit auf den Weg, was ihm möglich war. So gab es Vorfahren, die dir „lediglich“ das Leben geben könnten und kaum etwas darüber hinaus und es gab Vorfahren die dir einen reichen Erfahrungsschatz hinterlassen. Mit dem Kontakt zu den Ahnen kann man auf diesen Erfahrungsschatz und das damit verbundene Wissen zugreifen. Unsere Ahnen stärken uns den Rücken, sie stehen hinter uns und geben uns tiefe Wurzeln, die uns stabil durchs Leben gehen lassen, bis auch wir einen hoffentlich reichen Erfahrungsschatz weiter zu geben haben. Je heiler wir sind, um so größer die Geschenke für unsere späteren Nachfahren! Heilen wir uns, so heilen wir auch die gleichen Aspekte in unserer Ahnenlinie. So können unsere Kinder, bzw. nachfolgende Generationen unbelasteter in eine neue Zeit wachsen.
Samhain ist somit ein sehr wichtiges Jahreskreisfest, dass man für den Kontakt, den Dank und die Heilung unserer Ahnen nutzen sollte!
Ursprünglich, nach dem alten Kalender mit dreizehn Monaten (wir haben ja 13 Jahresmonde), begann an Samhain das neue Jahr. Da man das Jahresrad mit der Fruchtbarkeit und der daraus hervorgehenden Nahrung aus der Natur verband, zog sich jetzt alles Leben in die Erde, in den Mutterbauch zurück. Am Julfest, der Wintersonnenwende am 21.12. und den darauf folgenden geweihten Nächten, kehrt das Licht zurück in die Außenwelt und sorgt für den Fortlauf der kommenden nahrungsbringenden Zeit.
Samhainritual:
Nun feiern wir jedoch erstmal Samhain!
Ein Ritual dass du einfach zum Gedenken deiner Ahnen und anderen geliebten Verstorbenen umsetzen kannst, ist das Ahnenschiffchen! Dazu bastelst du dir alleine oder in einer Gruppe ein kleines Schiffchen aus Holz, Papier oder einem anderen natürlichen Material. Du kannst z.B. auch ein kleines Einweg Bambusschälchen verwenden. Schreibe nun deinen Ahnen einen kleinen Brief, zum Beispiel worüber du ihnen dankbar bist oder was du ihnen bzw. einem Verstorbenen mitteilen möchtest. Diesen legst gefaltet ins Innere deines Schiffchens und schmückst das Schiffchen noch etwas für deine Ahnen. Falls die Witterung es zulässt stellst du ein Teelicht ohne Alubehälter hinein. Suche dir nun ein fließendes Gewässer in der magischen Zeit der Dämmerung, zünde deine Kerze im Ahnenschiffchen an und übergib es dem Wasser. Am eindrucksvollsten ist es in einer Gruppe, den leuchtenden Ahnenschiffchen „im Fluss des Lebens“ nachzuschauen und dabei vielleicht noch ein Lied z.B. „The river is flowing…“ zu singen